Theaterstück - KONKURSMASSE - Berlin

© Derdehmel - Schlossparktheater Berlin
DERNIÈRE : Sonntag, 28. Juli 2013 !

Die letzten Aufführungen von "Konkursmasse" 
im Schlosspark Theater Berlin finden noch bis Ende Juli statt !


Termine: 11. bis 14. Juli 2013  sowie  25. bis 28. Juli 2013


Schlosspark-Theater Berlin © offizielle Fanpage
KONKURSMASSE
oder WER BETRÜGT WEN AM BESTEN

Eine böse Komödie

Autor: Peter Buchholz

Regie: Roland Lang
Bühne / Kostüm: Karin Betzler



Darsteller: 

Hubertus Grimm (Rolle: Mark), Loretta Stern, Pinar Erincin und Johann Fohl


Schlossparktheater BERLIN

Voraufführungen: 
Do, 25. April und Fr, 26. April 2013 jeweils 18:00 Uhr

PREMIERE:
Samstag 27. April 2013 - 20:00 Uhr

Weitere Termine bis Juli 2013

SZENENBILDER
(vom 24.04.2013)
Fotos © Derdehmel


07.06.13

Schlosspark Theater
Wer betrügt wen am besten?

Eine bissige Liebeskomödie voller böser Pointen


Schlosspark-Theater "Konkursmasse"
"Konkursmasse" im Schlosspark-Theater - Foto: ©  Derdehmel

Eine Komödie mit scharfem Witz über private und geschäftliche Konkursmassen von Olivia (Loretta Stern) und Mark (Hubertus Grimm), dem scheinbar perfekten Hochzeitspaar. Sie wollen mit ihren Trauzeugen Aishe (Pinar Erincin) und Gregor (Johann Fohl) eigentlich nur die Getränke für das Fest aussuchen. Doch die Vier fangen an, sich gegenseitig zu entlarven. Schnell wird klar, dass Nichts so ist wie es scheint. Überraschende Wendungen und böse Pointen – "Konkursmasse" ist amüsantes und niveauvolles Sommertheater.


Berliner Zeitung
sowie
Frankfurter Rundschau

17.05.2013


Schlosspark Theater

Psychomassaker zum Mitlachen

Von Danijel Majic

Berlin - Das Schlosspark Theater zeigt die Komödie „Konkursmasse“. Weitermachen ohne Rücksicht auf Verluste: Das ist das Credo aller Beteiligten im Stück.

 

Zum Schluss sitzen Marc und Aishe allein auf der Bühne, wie die letzten Überlebenden eines von ihnen selbst angezettelten Massakers. Auf dem Boden Flaschen, Zigarrenstummel und ein traurig vor sich hindümpelndes Planschbecken. Reste eines Abends, der als Weinprobe für Marcs anstehende Hochzeit mit Olivia gedacht war und in einer wohlorchestrierten Psychoschlacht endete.

 

Nun thronen die beiden abgeklärtesten Protagonisten nach zwei Stunden Selbstentblößung, Verrat und Vorwürfen grinsend auf den Scherben ihrer Lebensentwürfe. „Weiß du, was ich an dir mag, Aishe?“, sagt Marc, „dass du die wichtigste Sache kapiert hast: Weitermachen! Immer weitermachen!“

 

Weitermachen ohne Rücksicht auf Verluste. Das ist das Credo aller Beteiligten in „Konkursmasse“. Olivia (Loretta Stern) will Marc (Hubertus Grimm) heiraten, weil ihr Vater bankrott ist und der Banker eine gute Partie zu sein scheint. Dafür hat sie sich von Gregor (Johann Fohl) getrennt, insolventer Autoverkäufer und Marcs bester Freund, der jetzt auch noch den Trauzeugen geben muss.

 

Hinzu kommt Aishe (Pinar Erincin), Olivias beste Freundin, die schon was mit Marc hatte, sein Geld auch gut gebrauchen könnte und zudem weiß, dass Olivia schwanger ist, das Kind aber nicht von Marc stammen kann. Und natürlich weiß keiner, dass Banker Marc sich übel verzockt hat und ihm die Gläubiger im Nacken sitzen.

 

Persönliche Bankrotterklärungen

Seinen Titel „Konkursmasse“ trägt die Komödie des Berliner Schlossparktheaters zurecht. Im Laufe der Aufführung hat jeder einzelne Charakter seine persönliche Bankrotterklärung abgegeben, in finanzieller wie in menschlicher Hinsicht. Dabei hat der Zuschauer die vier Akteure so gut kennengelernt, dass er ihnen ihre Bruchlandung nicht nur gönnt, sondern am liebsten auf die Bühne steigen würde, um ihnen persönlich das große L für Loser auf die Stirn zu drücken.

 

„Konkursmasse“ ist keine subtile Komödie. Und doch gelingt es Autor Peter Buchholz und Regisseur Roland Lang, die Zuschauer in der ersten Hälfte auf die falsche Fährte zu locken. Das reduzierte Bühnenbild, der variierend ausgeleuchtete Hintergrund, ein Wolkenpanorama wie von einer 80er Jahre-Fototapete, und vor allem die ans Publikum gerichteten Monologe, verleihen dem Stück zeitweise die Anmutung eines ernsthaften Dramas. Ein Eindruck den die zweite Hälfte mit fröhlicher Zerstörungslust zerschlägt.

 

Die Charaktere sind moderne Klischees: Berechnende Karrierefrau, gescheiterter Gutmensch, aalglatter Banker, intrigante Freundin. Das erfüllt seinen Zweck, zumal man der Besetzung die Freude am Spiel anmerkt. Allen voran Loretta Stern und Pinar Erincin, die sich einen sich langsam von kleinen Spitzen zu offener Feindschaft steigernden Zickenkrieg liefern.

 

Man könnte Detailkritik üben. Ist es wirklich nötig, dass die türkischstämmige Freundin mal wieder Aishe heißt und ihr Vater – was sonst – eine Dönerbudenkette betreibt? Müssten die Monologe im ersten Teil nicht etwas straffer und weniger getragen sein? Dennoch: Am Ende blickt der Zuschauer amüsiert auf die Konkursmasse der Protagonisten. Allzu groß ist sie nicht.






Premieren-Kritik der Berliner Morgenpost

28.04.13

Schlosspark Theater

Bei dieser "Konkursmasse" ist nichts wie es scheint

Die Uraufführung von Peter Buchholz' Komödie "Konkursmasse" an Dieter Hallervordens Schlosspark Theater war kurzweilig. Roland Lang inszenierte das Stück mit einem gut aufgelegten Ensemble.

 

Foto: Schlossparktheater

Wer betrügt wen am besten? Mark (Hubertus Grimm, l.), Olivia (Loretta Stern), Gregor (Johann Fohl) und Aishe (Pinar Erincin, r.) in „Konkursmasse“ am Schlosspark Theater
 
Wer betrügt wen am besten? Mark (Hubertus Grimm, l.), Olivia (Loretta Stern), Gregor (Johann Fohl) und Aishe (Pinar Erincin, r.) in "Konkursmasse" am Schlosspark Theater

Der Himmel hängt nicht voller Geigen, sondern voller Wolken. Und die werden auch nach Genuss von mehreren Gläsern Waldmeisterbowle (praktisch alkoholfrei, aber sehr süß) nicht weniger: Olivia, Aishe, Mark und Gregor treffen sich in Olivias schicken Appartement mit Terrasse und Pool, um nach dem misslungenen Begrüßungsdrink die Getränke für die bevorstehende Hochzeit durchzuprobieren.

Ursprünglich wollte Olivia (Loretta Stern) ja Gregor heiraten, aber als herauskommt, dass dessen Firma in der Insolvenz steckt, hat es sich die Gattin in spe noch mal überlegt. Wer will schon den Rest seines Lebens aufs Geld schauen müssen? Und sich lieber den vermeintlich supererfolgreichen und wohlsituierten Mark geangelt, den besten Freund von Gregor, der eigentlich nur als Trauzeuge vorgesehen war. Mark, den Hubertus Grimm als zielfixierten Karrieristen gibt, dreht als Bänker am großen Rad; zumindest glauben das die anderen.

 

Berechnend sind sie alle

Aber in Peter Buchholz' Komödie "Konkursmasse" (Untertitel: Wer betrügt wen am besten?), die am Sonnabend an Dieter Hallervordens Schlosspark Theater uraufgeführt wurde, ist nichts wie es scheint. Und berechnend sind alle vier Protagonisten. Die Fäden im Hintergrund zieht Aishe (hübsch süffisant: Pinar Erincin), die beste Freundin von Olivia, die ebenfalls Trauzeugin ist und, man ahnt es schon, einen Blick auf Mark geworfen hat. Den Loser vom Dienst gibt Johann Fohl als Gregor, der beim finalen Besäufnis auch mal kurz triumphieren darf.

 

Überraschende Wendungen

Bühnen- und Kostümbildnerin Karin Betzler hat die beiden Herren weiß eingekleidet, schließlich sind die Bräutigame letztlich austauschbar. Die Bühne ist angenehm überschaubar möbliert, ein Plastikplanschbecken steht stellvertretend für den Pool, die Hochhaus-Skyline von New York über dem Sofa für den Traum des Bänkers. Regisseur Roland Lang hat die Komödie recht flott inszeniert, die Pointen funktionieren wie die überraschenden Wendungen, das Ende wirkt etwas sehr konstruiert, aber das fällt ja schließlich in den Zuständigkeitsbereich des Autors.

Zwei Stunden dauert die kurzweilige Aufführung, inklusive Pause, am Schlosspark Theater gönnt man sich noch eine, wohl auch, weil man keine Sorgen haben muss, dass das Publikum selbige zum vorzeitigen Aufbruch nutzt. Schließlich ist die Inszenierung wie ein Sommerabend: Angenehm luftig und amüsant. Herzlicher Premierenapplaus.

© Berliner Morgenpost 2013 - Alle Rechte vorbehalten

 

 

 

Premieren-Kritik der B.Z. Berlin
Buchholz-Stück

Wenn die Liebe zur "Konkursmasse" wird

28. April 2013 22:20 Uhr, Nazanin Piri Niri
Jaja, der schöne (Geld-)Schein: Das Schlosspark-Theater zeigt das Stück
"Konkursmasse". B.Z.-Kritik.
Wollen alle nur das eine: Olivia (l.), Mark (o.), Gregor und Aishe

                 

Olivia (Loretta Stern) will Banker Mark (Hubertus Grimm) des Geldes wegen heiraten. Marks Freund Gregor (Johann Fohl) macht den Trauzeugen, um ebenfalls abzusahnen. Olivias Freundin Aishe (Pinar Erincin) will auch bei Mark landen. Ihr Druckmittel: Sie weiß, dass das Kind, das Olivia erwartet, gar nicht von Mark ist. Was keiner außer Mark weiß: Er ist bankrott. Und Olivias reicher Papa auch.

 

So weit, so Kuddelmuddel. Dass die Liebe in Peter Buchholz’ gleichnamigen Stück zur „Konkursmasse“ wird, ist klar. Unklar aber, durch welches Gestrüpp die Handlung sich bis dahin kämpfen muss. Ein besonders verfilztes Dickicht stellen die langen Monologe dar, mit denen Regisseur Peter Lang die handelnden Personen bei der Uraufführung im Schlosspark-Theater auftreten lässt. Da hätte ein wenig Arbeit mit der Text-Machete gutgetan. Auch die Verortung des Stücks gelingt nicht immer. New York? Berlin? Egal!

 

Gespielt wurde aber durchweg prima. Hubertus Grimm führte ein glänzend aufgelegtes Ensemble mit scharfem Witz an. So bekam das Publikum doch noch viel zu denken und zu lachen. Und das ist dann ja doch ganz schön.


Privatfotos, entstanden nach der Premiere am 27. April 2013

DANKE an Lene (Hubertus Grimm Fanpage Facebook) und an "Zauberfee" Heike !
Story:

Eigentlich wollte Olivia Gregor heiraten, doch als sie erfährt, daß dessen einst so florierender Autohandel kurz vor der Pleite steht, entscheidet sie sich kurzerhand für dessen besten Freund Mark, einen erfolgreichen Banker.

Eigentlich hatte sich Olivias beste Freundin Aishe eine gemeinsame Zukunft mit eben diesem Mark ausgerechnet, doch da sie von Olivias Coup ebenso überrascht wird wie Gregor, begnügt sie sich scheinbar widerstandslos mit der Rolle der Trauzeugin.

Eigentlich wünscht Gregor seinen Nebenbuhler Mark in die Hölle, doch da er sich von dem Banker einen Kredit erhofft, um sein Geschäft im letzten Moment vor der Pleite zu retten, läßt er sich von ihm vorführen und begibt sich ebenfalls zähnknirschend in die Rolle des Trauzeugen.

Eigentlich wäre Mark gar nicht auf die Idee gekommen zu heiraten, wäre da nicht der vermeintlich vermögende Vater Olivias, von dessen Geld er sich die Lösung all seiner Probleme verspricht ...

Es gibt viele Gründe, weshalb Mark und Olivia heiraten wollen, nur einen nicht: Liebe. Und es gibt viele Gründe, weshalb Gregor und Aishe ihre Trauzeugen werden wollen, nur einen nicht: Freundschaft.

So gerät ein Abend, an dem die Vier eigentlich nur die Getränkefolge für das Hochzeitsmenü festlegen wollen, nach und nach außer Kontrolle, weil sich das wahre Motiv aller Beteiligten nicht länger verheimlichen läßt: Geld.

Theater-Verlag-Desch
Olivia belügt Gregor, weil sie ihm den wahren Grund verschweigt, weshalb sie ihn verlässt. Mark belügt Olivia, weil er ihr den wahren Grund verschweigt, weshalb er sie heiratet. Gregor belügt Mark, weil er ihm den wahren Grund verschweigt, weshalb er sein Trauzeuge wird. Aishe belügt Olivia, weil sie ihr den wahren Grund verschweigt, weshalb sie ihre Trauzeugin wird ...

Es gibt viele Gründe, weshalb Mark und Olivia heiraten wollen, nur einen nicht: Liebe. Und es gibt viele Gründe, weshalb Gregor und Aishe ihre Trauzeugen werden wollen, nur einen nicht: Freundschaft.

So gerät ein Abend, an dem die Vier eigentlich nur die Getränkefolge für das Hochzeitmenü festelegen wollen, nach und nach außer Kontrolle, weil sich das wahre Motiv aller Beteiligten nicht länger verheimlichen läßt: Geld.

VDB

Porträt Hubertus Grimm - Schlossparktheater Berlin
© Derdehmel

http://www.hubertus-fancommunity.com/index.html

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